Dental Lexikon Q

Zahnärztliches Lexikon Q

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Quaddel, Urtica
auch: Nesselmal; stecknadelkopf- bis handtellergroße, kurze, meist runde Erhabenheit der Haut als Folge eines Ödems.


Quadrant
Ausdruck in der ZHK für eine Kieferhälfte. ==> Zahnschema


Qualität
Beschreibung für die Güte eines Produktes oder im Dienstleistungsbereich für die Merkmaler einer Tätigkeit. Die Q. ist in der Medizin von vielen Faktoren abhängig und nicht - im Gegensatz zur Fertigung eines Werkstückes - normierbar. So empfindet ein Patient mit geringen Ansprüchen eine zahnärztliche Behandlung durchaus als hochwertig im Gegensatz zu einem Patienten, der eine 'High-Tech-Behandlung' erwartet. Häufig erschweren auch die Umstände während eines Eingriffes die Qualität des Ergebnisses ebenso, wie die - besonders durch die Gesetzlichen Krankenversicherungen - vorbestimmten finanziellen Rahmenbedingungen. Für die zahnärztliche Praxis bestehen eine Vielzahl von qualitätssichernden Maßnahmen; beispielhaft seien hier die Röntgenverordnung und das Medizinproduktegesetz erwähnt.


Qualitätsmanagement (QM)
auch bekannt unter dem bürokratischen Begriff 'Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001'; Versuch der qualitativen Beschreibung der das Umfeld des ärztlichen Handelns bestimmenden Faktoren. So schreibt die obige DIN in ihrer Einführung: "Ein Qualitätsmanagementsystem (QM-System) soll dazu dienen, daß ein Kunde (Patient) Vertrauen in die Fähigkeiten des Lieferanten (Arztes) findet." Definiert wird 'Qualität' von Bürokraten wie folgt: "Qualität ist Gesamtheit von Merkmalen einer Einheit bezüglich ihrer Eignung, festgelegte und vorausgesetzte Erfordernisse zu erfüllen."
Da das Q. in der so definierten Form sehr praxisfremd erscheint und sich viele ärztliche Tätigkeiten nicht von Juristen beschreiben lassen, ist das Q. in der Ärzteschaft umstritten. Von Gegnern des Q. wird behauptet, daß es einzig dazu dient, sich einen Wettbewerbsvorteil zu schaffen.


Quartalsabrechnung
Begriff aus der 'Kassenpraxis' für die vierteljährliche Abrechnung der vertraglich erbrachten Sachleistungen (z.B. Untersuchungen, Füllungen, Zahnsteinentfernungen usw.) bei gesetzlich versicherten Patienten. Im Gegensatz zu privat versicherten Patienten und Leistungen nach der Kostenerstattung bei gesetzlich Versicherten - bei welchen das Honorar mit dem Datum des Einsetzens ('Eingliederung') fällig wird - erfolgt bei den Sachleistungen eine auf das Quartal bezogene Abrechnung der Sachleistungen. Nach Prüfung auf sachliche und rechnerische Korrektheit durch die kassenzahnärztlichen Vereinigungen, rechnen diese die zahnärztliche Forderung mit der jeweiligen gesetzlichen Krankenkasse ab und überweisen dann an den Zahnarzt. Durch dieses umständliche Verfahren kann es im Extremfall ein halbes Jahr dauern, bis die Leistung entsprechend vergütet wird.


Quecksilber
chem. Element, welches bei normaler Temperatur flüssig ist und bei Raumtemperatur (giftig) verdampft; Aufbewahrung deshalb immer in geschlossenen Behältern oder unter Wasser. Seine Legierungen mit anderen Metallen werden als Amalgame bezeichnet. Hauptaufnahmequelle einer ungewollten Quecksilberzufuhr ist der Fischanteil in der menschl. Nahrung. Daneben spielt der Quecksilbergehalt der Atemluft durch Industrie, Müllverbrennungsanlagen und Kohlekraftwerke eine nicht zu unterschätzende Rolle; dagegen wird die Aufnahme aus korrekt verarbeitenden Amalgamfüllungen von Fachleuten als unbedenklich angesehen.


Quecksilbervergiftung, Mercurialismus
durch Quecksilberdämpfe oder chem. Verbindungen mit dem Metall Quecksilber; metallisches Quecksilber ist nur in Dampfform giftig. Anerkannte Berufskrankheit bei Personen, welche in quecksilberverarbeitenden Betrieben die erforderlichen Schutzmaßnahmen nicht einhalten. In der Zahnarztpraxis ist bei nicht eingehaltenen Lüftungs- und Verarbeitungsvorschriften vornehmlich das Praxispersonal gefährdet, da dieses i.d.R. den ganzen Tag mit diesen Stoffen umgeht. Eine Patientengefährdung gilt als ausgeschlossen, da die Luftkonzentration des Quecksilbers weit unter der Menge der Quecksilberaufnahme aus der täglichen Nahrung (Fisch, Salate usw.) liegt.
Man unterscheidet die akute von der chronischen Q.:
akut: vermehrter Speichelfluß, Metallgeschmack, Magenschmerzen, Geschwüre in der Mundhöhle, blutige Durchfälle, Nierenschädigungen.
chronisch: dunkler Zahnfleischsaum, Schädigung von Leber, Niere und zentralem Nervensystem, Haarausfall, zittrige Handschrift.


Quetschbiß
durch Aufeinanderbeißen der Zähne auf eine Wachsplatte oder ein silikonartiges Abdruckmaterial gewonnene 'Aufzeichnung' zur einfachen Rekonstruktion des Bisses (Aufeinandertreffen der Zahnreihen von Ober- und Unterkiefer) in einem Artikulator.


Quick - Test
Untersuchungsmethode zur Bestimmung der Blutgerinnungsfähigkeit nach dem Amerikaner Quick. Gängiger Test bei Patienten, welche auf Grund einer Grunderkrankung mit blutgerinnungshemmenden Mitteln behandelt werden.


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mit freundlicher Genehmigung von dental-links.de, Dental Lexikon © by Dr. Claus de Cassan